Über uns
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) ist eine international agierende, progressive gemeinnützige Organisation die sich der politischen Bildung und kritischen Gesellschaftsanalyse widmet.
Rosa Luxemburg Stiftung
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist eine international tätige, progressive Non-Profit-Organisation für politische Bildung. Seit ihrer Gründung im Jahr 1990 beschäftigt sich die Stiftung mit der Analyse sozialer Prozesse und Entwicklungen weltweit. In Zusammenarbeit mit vielen Organisationen rund um den Globus arbeitet sie an demokratischer und sozialer Partizipation, Ermächtigung von benachteiligten Gruppen, Alternativen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, Konfliktverhütung und friedlichen Konfliktlösungen. Ihre internationalen Aktivitäten zielen darauf ab, mit Hilfe von wissenschaftlichen Analysen, öffentlichen Programmen und Projekten in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen politische Bildungsangebote anzubieten. Um die verschiedenen internationalen Projekte betreuen und koordinieren zu können, hat die Stiftung 20 regionale Büros in verschiedenen Teilen der Welt aufgebaut. 2013 genießt die RLS Konsultativstatus innerhalb des Wirtschafts- und Sozialrats (ECOSOC) der Vereinten Nationen.
Unsere Mission
Das New Yorker Büro der Stiftung mit Sitz in Manhattan (275 Madison Avenue) öffnete seine Türen im Jahr 2012. Es erfüllt zwei Hauptaufgaben: sich mit Themen der Vereinten Nationen zu beschäftigen, was die Kooperation mit Menschen und politischen Vertretern der südlichen Halbkugel einschließt, und mit nordamerikanischen (US-amerikanischen und kanadischen) Progressiven in Hochschulen, Gewerkschaften, sozialen Bewegungen, fortschrittlichen Institutionen und Think-Tanks zusammenzuarbeiten. Der Direktor des Büros ist Stefan Liebich. Das New Yorker Büro ist Teil des globalen Netzwerkes der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Programm für Internationale Klimagerechtigkeit
Im Jahr 2022 wurde in New York das Programm für Internationale Klimagerechtigkeit im Rahmen der Dialogprogramme der Rosa-Luxemburg-Stiftung eröffnet. Es arbeitet mit globalen sozialen und politischen Bewegungen zusammen, um Initiativen für Klimagerechtigkeit zu fördern. Das Programm wird von David Williams geleitet.
Rosa Luxemburg
Rosa Luxemburg (1871–1919) war eine herausragende Vertreterin demokratisch-sozialistischen Denkens und Handelns in Europa. Mit all ihrer Kraft versuchte sie, den Weltkrieg, der dann von 1914 bis 1918 tobte, zu verhindern. Neben Karl Liebknecht war sie die wichtigste Repräsentantin internationalistischer und antimilitaristischer Positionen in der SPD. Sie war eine leidenschaftliche und überzeugende Kritikerin des Kapitalismus und schöpfte aus dieser Kritik die Kraft für revolutionäres Tun. Voller Hoffnung begrüßte sie die russische Revolution, blieb als revolutionäre Demokratin aber kritisch und wach: Hellsichtig attackierte sie die diktatorische Politik der Bolschewiki.
Rosa Luxemburg gehörte Zeit ihres Lebens benachteiligten, oft verfolgten Minderheiten an. Bedingt war das zum einen durch Geburt und Schicksal: Sie war Jüdin – und wenn sie auch zur Religion keinen Bezug hatte, entging sie doch dem Antisemitismus nicht. Bedingt war es zum anderen aber auch durch ihren Willen zu einem selbstbestimmten Leben – gegen die engen Vorstellungen ihrer Zeit.
Rosa Luxemburg war eine promovierte Akademikerin – zu einer Zeit, da noch kaum Frauen studierten. Sie war eine der wenigen Frauen in der aktiven Politik – Vorurteile gegenüber Frauen, die in der Öffentlichkeit eine Rolle spielten, waren bis weit in die linken Parteien hinein verbreitet.
Rosa Luxemburg ließ und lässt niemanden gleichgültig. Kompromisslos und stimmgewaltig vertrat sie ihre Überzeugungen. Mit menschlicher Wärme und mitreißendem Temperament vermochte sie jeden für sich zu gewinnen, der sich vorurteilsfrei auf sie einließ. Verschreckt indes reagierten jene, die sich ihr nicht gewachsen fühlten.
Rosa Luxemburg ist Märtyrerin der deutschen Novemberrevolution. Sie wurde am 15. Januar 1919 von Mördern in Uniform erschlagen – Leuten, die zu jenen Kreisen gehörten, die später offen die Übergabe der Macht an die Nationalsozialisten unterstützten.
Rosa Luxemburgs unversöhnlicher Kampf gegen den Krieg und die Radikalität, mit der sie auf der Verbindung von politischer Freiheit und sozialer Gleichheit bestand, haben auch für uns Heutige an Strahlkraft nichts verloren.
Die Rosa Luxemburg Stiftung fühlt sich dieser demokratischen Sozialistin verpflichtet.
Rosa – Der Film: Barbara Sukowa über ihre Rolle als Rosa Luxemburg
Rosa Remix: Unser neues Buch über das Leben und Erbe Rosa Luxemburgs (deutsche Übersetzung folgt).
Rosa als Comic: „Red Rosa“ von Kate Evans, herausgegeben von Verso Press in Zusammenarbeit mit der RLS–NYC. Im Video zum Comic spricht Kate Evans über „The Making of Red Rosa“.
Video: Video mit Kathleen Chalfant Lesung aus Briefen von Rosa Luxemburg, November 2012.
Link: The Letters of Rosa Luxemburg (veröffentlicht im Jahr 2011 mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung)
Download: Rosa Luxemburg oder: Der Preis der Freiheit (veröffentlicht vom Karl-Dietz-Verlag)
Lektüre: Interview mit RLS-NYC Co-Leiterin Stefanie Ehmsen über Rosa Luxemburg und Feminismus, in: “The Socialist”, 1/2013.
Kontakt
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Pressekontakt:
Stefan Liebich
stefan.liebich@rosalux.org
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